Wir waren fährten mit Milan Hoyer

Auf den letzten Drücker haben wir noch einen Platz beim Fährtenseminar mit Milan Hoyer in Knittlingen ergattert, ein herzliches Dankeschön nochmal an Kerstin Hagebuch, dass ich 2 Tage dabei sein durfte. Geprägt durch Armin Hölzle und nach dem Besuch von dem einen oder anderen Fährtenseminar war ich der Meinung im Fährtenbereich schon einiges zu wissen, immerhin hab ich ja auch schon mit Emma die FH 2 geschafft. Aber ich bin ein neugieriger Mensch und nachdem ich doch ein paar begeisterte Teilnehmer erleben durfte, wollte ich mir dieses Seminar nicht entgehen lassen. Man lernt ja bekanntlich nie aus und den einen oder anderen Tipp hatte ich mir schon erhofft.  Und dann kam etwas mit dem ich nicht wirklich gerechnet hatte,  ich hatte doch einige Aha-Erlebnisse und kam teilweise aus dem Staunen nicht mehr raus.

Nachdem mein letztes Fährtenseminar mit einer stundenlangen Vorstellungsrunde begonnen hatte, erwartete mich dieses Mal ein Seminarleiter, der sich mit 2 kurzen Sätzen begnügte und dann ging es auch gleich los auf die Fährte. Ganz klar steht bei Milan die Praxis im Vordergrund, die Hunde kamen zum großen Teil 4 Mal am Tag zum Einsatz (Hansi hat sehr gut geschlafen danach), die Theorie bringt Milan auf der Fährte an den Mann bzw. die Frau.

Spannend war das Teilnehmerfeld, vom Yorkshire Terrier bis zum Landseer war so ziemlich alles vertreten, bei den Zweibeinern vom blutigen Anfänger bis zum langjährigen Hundesportler. Insgesamt kamen 15 Teams zum Einsatz, was ich zunächst viel zu viel fand, sich aber tatsächlich als völlig unproblematisch herausgestellt hatte.

Und dann ging es los, die etwas erfahreneren Hunde durften zunächst ihren Stand zeigen. Da gehörte Hansi dazu und brav hat er auch gleich gezeigt, wo seine Probleme liegen. Er lässt sich sehr leicht ablenken und beim Futterabbau hab ich mir einfach einen Fehler eingebaut.
bei den anderen sah es in Teilbereichen nicht anders aus, da war auch der eine oder andere recht flott unterwegs, was bei den Wiederholungstätern schon ganz anders aussah.

Und dann wurde mein persönliches Fährtenweltbild erschüttert 😉 Versuche ich doch bisher in normaler Gangart zu legen und einfaches Trockenfutter zu verwenden, durften wir dann mal so richtig Flurschaden machen. Kreise wurden getreten und zwar so deutlich, dass die Oberschenkel doch recht schnell zu brennen angefangen haben. OK von einem Kreis war mein Gebilde etwas entfernt, aber auch hier hatte Milan Hilfe in Form eines Erdnagels mit Schnur (man muss dafür tatsächlich keine 60 Euro ausgeben 😉 ) und dann klappte es auch bei mir mit dem Kreis.
Jetzt wurde es lustig, die Kreise wurden gefüllt und da wird jetzt aufgetischt mit einem Futter Cocktail von gebratenem Hackfleisch, gemahlenem Trockenfutter und als Highlight durchgekaute Würstchen. Ich weiß nicht, was die Spaziergänger gedacht haben, die 15 Leute auf der Wiese Würstchen „sabbern“ gesehen haben, wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß.

Und dann durften die Hunde richtig ackern. Mit Ruhe an den Anfang und dann an die Arbeit. Es war einfach nur faszinierend zu sehen, wie die Hunde ruhiger und konzentrierter wurden, die Rute ging runter und es wurde nur noch gearbeitet. Volle Konzentration, egal wieviele Menschen direkt am Kreis standen bzw. teilweise ist Milan direkt am Hund durch den Kreis spaziert, die Hunde haben gearbeitet, das war schon toll anzusehen. Teilweise haben die Hunde letztlich 20 Minuten in dem Kreis gearbeitet!

Milan überzeugt durch seine absolut ruhige Art und gibt sein Wissen mit einer Begeisterung weiter, die ich schon lange nicht mehr erlebt habe.
Abends hatten wir dann auch noch viel Spaß im Vereinsheim, auch das gehört zu einem gelungenen Seminar dazu, da hat einfach alles gepasst.

Auf den zweiten Tag waren wir sehr neugierig, hatte doch Milan „Schwänzle“ angekündigt. Heute durften die Hunde aus dem Kreis raus, die ersten Schritte auf die Fährte. Und wieder blieb mir der Mund offen stehen. Angefangen im Kreis, war der Ausgang zunächst von Milan versperrt. Wenn der Hund voll konzentriert bei der Suche ist, gibt Milan den Ausgang in die Fährte frei und dann darf der Hund die ersten Schritte im Bogen auf der Fährte suchen und das war einfach nur toll. Hansi hat voll konzentriert, völlig ruhig in gleichmäßigem Tempo (Leine lag auf dem Boden) seine Fährte abgesucht, das war einfach nur faszinierend. Beim Fährtenlegen ist Milan Perfektionist und zeigt jedem Hundeführer ganz genau, wie die Tritte für seinen Hund zu setzen sind. Da musste der eine oder andere doch nochmal neu legen.

Leider konnte ich den 3. Tag nicht mehr mitnehmen, weil wir Sonntags Prüfung hatten, aber die 2 Tage haben sich voll und ganz gelohnt. Es war eins der besten Seminare, das ich besucht hab, wir konnten vieles mitnehmen und haben so ganz nebenbei viele nette Menschen kennengelernt 🙂 An der Fortsetzung wird schon gearbeitet 🙂
Ein ganz Herzliches Dankeschön auch an den VdH Knittlingen, für die perfekte Organisation und die tolle Verpflegung.

Milan

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